Firmenbrief

20.05.2008

Internet-Telefonie mit CoreBiz - Voice over IP (Teil 1)



In Zusammenhang mit Linux und dem Begriff Voice over IP (VoIP) fällt praktisch immer der Begriff Asterisk. Das liegt daran, dass die Open-Source-Software Asterisk als Implementierung einer linux-basierenden Telefonanlage führend ist und dementsprechend stark verbreitet ist. Hier ist allerdings zu unterscheiden zwischen der Software Asterisk, die Telefonanlagen-Funktionalitäten bietet und VoIP als Übertragungsverfahren, was übersetzt "Sprachübertragung via Internet-Protokoll" bedeutet.

Eine moderne Asterisk-Telefonanlage nutzt VoIP, um Sprachdaten über ein "normales" Computernetzwerk, also auch über Internet zu übertragen. Die Sprachdaten werden hier - wie immer in IP-Netzwerken - in kleine Pakete zerlegt, die am Zielpunkt (beim Empfänger) wieder zusammengefügt werden. Auf diese Weise erreicht man Unabhängigkeit von konventionellen Standards bei der Übertragung von Sprachdaten. Andererseits kann die Asterisk-Anlage auch konventionelle Leitungen nutzen, wo keine entsprechenden Bandbreiten verfügbar sind. In diesem Falle wird innerhalb des Firmennetzwerks VoIP benutzt, danach konventionelle Telefonleitungen.

Das bietet Unternehmen bei der Telefonie ein erhebliches Einsparpotential, da vorhandene Leitungen, beispielsweise DSL, mit Festpreisen (Flatrate) genutzt werden können. Insbesondere bei internationalen Gespräche ergeben sich damit kostenmäßig schnell spürbare Vorteile. Auch die Anschaffungs- und Wartungskosten sind ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für eine Asterisk-Telefonanlage. Asterisk begrenzt weder die Anzahl der Telefone, noch ist die Geräteauswahl auf spezielle hochpreisige Systemtelefone mit propriären Protokollen beschränkt. Die freie Software bietet viele Erweiterungsmöglichkeiten, beispielsweise Faxserver-Funktionalitäten, ohne dass der Anwender dabei in eine Kostenfalle tappt oder an Grenzen der Anlage stößt.

Als einzelnes Open-Source-Projekt bietet Asterisk natürlich keine Integration in die Infrastruktur eines Unternehmens. Wünschenswert wäre beispielsweise eine zentrale Konfiguration oder CTI, die Integration von Software-Anwendungen mit Telefonie. Diese Integrationsthemen hat sich die LIS AG mit dem CoreBiz VoIP Server zur Aufgabe gemacht.

Der CoreBiz VoIP Server verbindet über die Asterisk-Telefonanlage die Infrastruktur eines Unternehmens. Der CoreBiz VoIP Server kommt mit lückenloser, jedoch begrenzter Hardware-Unterstützung und wird fertig konfiguriert auf passender Hardware. Auf diese Weise optimiert und mit professionellem Support durch die LIS sind die Kosten niedrig und langfristig kalkulierbar.

Der CoreBiz VoIP Server basiert auf einem CoreBiz "Grundserver" (CoreBiz NUC) und wird zentral über die grafische CoreBiz Management Console (CMC) verwaltet. Die Benutzer-, Telefon- und Konfigurationsdaten werden damit im Standardfall ebenfalls aus dem zentralen CoreBiz Directory (basierend auf OpenLDAP ) gezogen. Für spezielle Anwendungsfälle können Daten aus CoreBiz Directory in ein lokales OpenLDAP Verzeichnis des VoIP Servers repliziert werden. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die Telefonanlage nicht am gleichen Ort wie der CoreBiz Directory Server ist.

Gewartet wird der CoreBiz VoIP Server wird bequem an einer zentralen Stelle im Netzwerk, über die CoreBiz Management Console. Hier können auch neue Telefonverbindungen erstellt werden. Besonders komfortabel: Der CoreBiz VoIP Server muss in den meisten Bereichen nicht neu gestartet werden, anders als viele andere Serverprozesse. Im laufenden Betrieb können Sie ein neues Telefon hinzufügen oder eine Anrufweiterschaltung aktivieren, ohne dabei einen Anruf zu beenden oder gar den ganzen Prozess neu zu starten.

Wenn Sie Fragen zu diesen oder anderen Themen rund um CoreBiz haben oder mehr Informationen möchten, schreiben Sie uns per Mail an info@linux-ag.com oder rufen Sie uns an.