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05.02.2009

Anwender von OpenSource sind zufriedener


In einer Umfrage von dem Softwareunternehmen Wilken und dem Heise-Verlag wurde die Zufriedenheit von OpenSource-Anwendern untersucht. Die Teilnehmer kamen aus Unternehmen sämtlicher Größen und Branchen.

 

Auf der OSMB-Konferenz in Nürnberg verkündete der heise-Open-Chefredakteur Oliver Diedrich die erstaunlichen Ergebnisse: Immer mehr kleinere Unternehmen bis 50 Mitarbeitern, ein Anteil von 90 Prozent,  finden für OpenSource große Akzeptanz. Die Ergebnisse seien lt. Diedrich nicht repräsentativ für die gesamte Wirtschaft, allerdings könne man sie durchaus als Maßstab nehmen.

 

Typischerweise wird die quelloffene Software bei rund 80 Prozent der Teilnehmer in der IT-Infrastruktur wie Web-, Datenbank, und Mailservern eingesetzt. Auch freie Branchensoftware findet immer mehr Anklang bei den Unternehmen. OpenOffice ist bereits bei zwei Drittel im Einsatz.

 

Die beliebtesten Server-Betriebssysteme waren Ubuntu (32 Prozent) und Debian (47 Prozent).

 

Mit OpenSource Software erzielen die Anwender einen hohen Anspruch an Zufriedenheit und Qualität. Rund 90 Prozent der Anwender waren sehr zufrieden. Knapp über die Hälfte der Anwender mit proprietären Lösungen äusserten sich gegensätzlich. Wesentliche Gründe für den Einsatz von freier Software waren offene Standards (72 Prozent), Herstellerunabhängigkeit (71 Prozent) und Leistungsfähigkeit (67 Prozent). Hauptgrund jedoch war immer noch die geringeren Lizenzkosten (88 Prozent). Erstaunlich war hier, dass gerade die unzufriedenen Anwender von proprietärern Programmen diese Begründung nannten.

 

Die Entwicklung soll fortlaufend beobachtet werden. Geplant ist eine Erweiterung der Studie im kommenden Jahr.