Firmenbrief

18.09.2007

Firmenbrief 21/2007


Liebe Leser,

zwei Betriebssystem-Welten in friedlicher Koexistenz nebeneinander - das ist heute Alltag und Herausforderung zugleich in der IT-Umgebung der meisten Unternehmen. In mancher Beziehung herrscht jedoch heftiger Wettbewerb zwischen freien und proprietären Formaten, wie eine spannende Abstimmung im sonst so nüchternen ISO-Standardisierungprozess zeigt.

Das freie Open Document Format (ODF) war bereits im Sommer 2006 als ISO-Standards zertifiziert worden und hat somit einen Vorsprung gegenüber der Microsoft-Welt. In vielen Unternehmen, Regierungen und Behörden öffnet das ISO-Gütesiegel Türen, denn dank einheitlicher Dokument-Standards werden Verwaltungskosten gesenkt, Anwender sind in der Wahl ihrer Software flexibel und Software-Entwickler können diese Basis effektiv nutzen. Die freie Büroanwendung OpenOffice.org beispielsweise setzt auf den ODF-Standard und gewinnt dadurch weiter Marktanteile.

Kein Wunder, dass Microsoft dagegenhalten und sein eigenes Dokumentformat Office OpenXML (OOXML) durch die internationale ISO-Abstimmung jagen will. Dieser Versuch ist nun im ersten Anlauf gescheitert, das Format hat nicht die nötigen Mehrheiten der Mitgliedsländer erhalten (siehe http://www.linux-magazin.de/news/iso_lehnt_microsoft_format_office_open_xml_ab). Damit ist der Wettstreit jedoch noch nicht beendet, denn nach einer erneuten Anhörung entscheiden die Mitgliedsländer Anfang 2007 noch einmal über das Format. An dieser Front bleibt es spannend.

Wie Sie in Ihrem Haus die Wettbewerber aus der Windows-  und Linux-Welt nicht nur friedlich vereinen, sondern für sich arbeiten lassen, erfahren Sie in der Musterfirma CoreBoso auf der SYSTEMS, und mehr dazu lesen Sie natürlich in unseren LIS-News.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian