Firmenbrief

18.09.2007

Knowhow: Bildformate in GIMP bearbeiten


Bilder in unterschiedlichen Formaten sind heute selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit am Computer. Allerdings kann die Dateigröße problematisch werden, insbesondere bei Farbfotos in hoher Auflösung. Wenn diese Dateien per Mail versandt werden oder in eine Webseite eingefügt werden sollen, ist es häufig nötig, die Dateigröße anzupassen. Für die elektronische Verarbeitung haben sich hier zwei Formate durchgesetzt, bezeichnet mit der Dateiendung .GIF oder JPEG (.JPG). Als drittes Format ist .PNG zu erwähnen. Es wurde ursprünglich als Alternative zu den vorgenannten entwickelt, als Patentstreitigkeiten zu Rechtsunsicherheiten führten. Im Vergleich mit .GIF bietet PNG eine bessere Komprimierung und einen so genannten Alpha-Kanal, der Deckkraft bzw Transparenz speichern kann. Von einigen Windows-Anwendungen wird .PNG allerdings schlecht unterstützt, deshalb beschreiben wir die Arbeit mit den "Prominenteren", JPEG und GIF.

GIF liefert ein Verzeichnis mit Angaben über den Inhalt und ist mit dem gleichen Verfahren wie .ZIP-Dateien verpackt (LZW). Daher ist es möglich, beliebig viele Bilder in ein GIF zu packen. Sollen damit bewegte Bilder dargestellt werden, können mehrere Bilder wie Ebenen übereinander gelegt und, vergleichbar mit  einem Daumenkino, nacheinander angezeigt werden. So wird animierte Grafik möglich, zum Beispiel zwinkernde Augen. Der Nachteil ist, dass GIF mit einer oder mehreren Farbtabellen arbeitet, da nur ein Byte pro Pixel abgespeichert wird. Für Bilder mit Flächen ähnlicher Farben ist es schlecht geeignet, für Muster hingegen sehr gut. Wenn also Feinheiten erhalten bleiben sollen, Farbechtheit jedoch weniger wichtig ist, dann ist GIF die richtige Wahl.

Im Gegensatz dazu ist JPEG ein "richtiges" Grafikformat. Die Abkürzung steht für die Joint Photographic Experts Group, die das Format entwickelt hat. Mit JPEG werden Bilder hervorragend komprimiert. Allerdings wird die Qualität schlechter, je stärker komprimiert wird. Je feiner das Bild gemustert ist, umso mehr fällt der Qualitätsverlust ins Gewicht. Scharfe Wechsel gehen verloren, Übergänge und Flächen bleiben gut erhalten. Fotos sind ein klassischer Verwendungszweck für JPEGs.

Das freie Zeichenprogramm GIMP kennt beide Formate und kann mit ihnen arbeiten. Wollen Sie ein GIF mit Gimp verarbeiten, gehen Sie einfach auf "Speichern unter" im Datei-Menü. Gimp fragt Sie dann, ob das Bild exportiert und in ein indiziertes Format gewandelt werden soll. Mit Index werden die Farbtabellen bezeichnet, in diesem Fall bestehend aus maximal 256 Farben. Gimp reduziert automatisch die Farben. Dann kommt eine Frage nach einem Kommentar und ob die Datei "interlaced" gespeichert werden soll. Interlacing bedeutet, dass beim Speichern zunächst Zeilen ausgelassen und später gespeichert werden. Dadurch entsteht bei einer langsamen Internet-Anbindung beim Laden solcher Bilder im Webbrowser der Eindruck, als ob das Bild sich langsam vervollständigt (schärfer wird). Wie gewohnt, bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK".

Wenn Sie mit JPEG arbeiten, wählen Sie zum Speichern in Gimp die entsprechende Endung(.jpg) zum Dateinamen. Auch hier kann wieder die Frage kommen, ob das Bild exportiert werden soll. Die Antwort lautet "Ja", denn Sie haben sich schon entschieden und wissen, dass JPEG keine Transparenz kennt und zu Verlusten der Qualität führt. Jetzt erscheint der entscheidende Dialog. Wählen Sie nun "Vorschau im Bildfenster anzeigen" durch Markieren. Dann legen Sie das Bildfenster neben den Dialog. In dem Balken "Qualität" ist ein Schieberegler. Damit verändern Sie das Bild deutlich sichtbar - sowohl die Qualität wie auch den Speicherbedarf. So können Sie auf einfache Weise den für Sie besten Kompromiss zwischen Optik und Platzbedarf finden. Mit den "Erweiterten Optionen" haben Sie weitere Möglichkeiten, das Bild zu verändern. Auch hier bestätigen Sie Ihre Entscheidung mit "Ok".