Firmenbrief

21.08.2007

Firmenbrief 20/2007


Liebe Leser,

das Gericht hat entschieden: Der Unix-Code gehört Novell. Das aktuelle Urteil eines amerikanischen Bezirksgerichts betrifft zwar nur einen Teilaspekt in dem langjährigen Streit des Unternehmens SCO gegen Novell, IBM, Unix, Linux und den Rest der Open-Source-Welt, könnte aber die Entscheidung sein. (siehe http://www.linux-magazin.de/news/gericht_entscheidet_unix_gehoert_novell_nicht_sco)

Als SCO im Jahr 2003 den Streit um den Unix-Code mit einer Milliardenklage gegen IBM begann, sorgte dies nicht nur in Fachkreisen für Aufregung. In starken Worten drohte SCO-Chef Darl McBride gleichzeitig Linux-Anwendern weltweit mit möglichen Ansprüchen. Etwa zur gleichen Zeit beschlossen die Stadtverwaltungen von München und Wien, ihre Rechner auf das freie Betriebssystem umzustellen. Im Zuge der SCO-Debatte kam Rechtsunsicherheit auf, und die Bürgermeister Münchens und Wiens bezogen auch im Streit um Softwarepatente Stellung. Da Novell den strittigen Unix-Code an SCO lizensiert hatte, dürfte mit diesem Urteil weiteren Ansprüchen von SCO der Boden entzogen sein. Anwender und Unternehmen, die von den Rechtsstreitigkeiten verunsichert wurden, können nun ein Argument gegen Linux von Ihrer Liste streichen.

Umso mehr freut es uns, dass wir uns mit dem Linux-Firmenbrief wieder ganz den Argumenten zuwenden können, die schon seit jeher von Linux und Open Source sprechen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian