Firmenbrief

17.07.2007

Zeit und Wege sparen: Linux Remote


Die Verwaltung von Servern oder Arbeitsplatzrechnern war lange Zeit als Turnschuh-Administration berüchtigt. Im Zeitalter schneller Netzverbindungen hat sich dieses Bild längst überlebt: Der Administrator kann sich mittlerweile auch virtuell vor einen Rechner setzen. Dafür gibt es mehrere Techniken:
Zum einen kann einfach das Abbild, das die Grafikkarte erzeugt, per Netzwerk übertragen werden. Diese Technik wird vor allem von Hardware-Herstellern verwendet, um auch schon vor dem Booten eines Betriebssystems auf das Gerät zugreifen zu können, beispielsweise, um Einstellungen im Bios vorzunehmen. Für Blade-Center ist dies ein unabdingbares Werkzeug.
Alle anderen Verfahren setzen ein laufendes Betriebssystem voraus. Zunächst kann das grafische Subsystem - im Unix-Jargon der X-Server - von sich aus die Anzeige auf ein anderes X-Display umleiten. Dies geht sowohl für den gesamten Desktop als auch für jede einzelne Anwendung. Allerdings ist es so nicht möglich, auf einen laufenden Desktop zu schauen. Damit ist die Administration zwar kein Problem, jedoch geht die Unterstützung des Benutzers vor seinem Monitor doch wieder auf die Schuhsohlen.
Wenn die verfügbare Bandbreite sinnvoll genutzt werden soll, sind die beiden vorgestellten Verfahren nicht sehr effektiv.
Zudem erfordern sie mitunter eine sehr schnelle Internetverbindung. Besser geht das Ganze mit den neueren Verfahren VNC und NX!. Für beide Varianten gibt es freie Implementationen mit dem gemeinsamen Ansatz, den X-Server zu ersetzen, dessen Ausgaben zu optimieren und über die Leitung zu schicken. Ein Client-Programm (jeweils für Linux und Windows verfügbar) nimmt dann die eigentliche Anzeige vor.
Den VNC-Server gibt es dabei für Linux und Windows. Mit ihm kann man nicht nur eine neue Session über die Leitung schicken, sondern auch eine bereits bestehende Sitzung zum nunmehr bequem sitzenden Administrator senden. Damit ist dieses Verfahren optimal für den User-Helpdesk geeignet. Allerdings ist auch VNC nicht sehr schnell. Zwar werden die Informationen komprimiert, und auch über die Farbtiefe kann noch einiges an Leistung herausgeholt werden, dann aber muss man mit Farbverfälschungen rechnen. Für ISDN-Anbindung ist dieses Verfahren insgesamt eher quälend, im Hausnetz jedoch hervorragend geeignet.
Hier verspricht NX! Abhilfe. Neben einer kommerziellen Variante von der Firma NoMachine gibt es auch eine OpenSource-Version.
NX! zeichnet sich durch extrem gute Geschwindigkeit aus, die auch über Modem-Verbindungen noch flüssiges Arbeiten erlaubt. Dies wird im Wesentlichen durch zwei Mechanismen erreicht: Zunächst werden alle Icons, Bilder und sonstigen grafischen Anzeigen stark und je nach Leitungsqualität auch verlustbehaftet komprimiert. Dieses Verfahren entspricht der Art, wie auch alle anderen vorgestellten Programme für eine möglichst flüssige Arbeitsumgebung sorgen. Ein zweiter Mechanismus hingegen sorgt für einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil durch intelligentes Caching. So wird beispielsweise einfach jedes übermittelte Icon lokal gespeichert. Bei erneuter Anzeige wird dem NX!-Client Programm nur noch mitgeteilt, welches Icon wo angezeigt werden soll. Es ist nicht nötig, die Informationen erneut zu übertragen. Das spart Bandbreite, und die Anzeige wird beschleunigt. Ein kleiner Nachteil: NX! kann keine bestehende Verbindung über die Leitung schicken, so dass weiterhin VNC notwendig ist.
Nicht verschwiegen werden soll, dass ab Windows 2000 das Protokoll RDP zur Verfügung steht, mit dem sich auch Windows Maschinen mit Bordmitteln fernsteuern lassen. Auch dafür gibt es unter Linux selbstverständlich Software-Clients. Die Techniken von VNC, NX! und RDP kann man auch in Kombination nutzen und auf diese Weise einen Server aufbauen, der als zentraler Zugangspunkt zu den internen Rechnern dienen kann.

Die LIS AG hat aus dem "Server Based Computing" genannten Verfahren das Produkt CoreBiz SBC entwickelt. Mit CoreBiz SBC lässt sich bequem, schnell und sicher von überall auf der Welt mit dem Windows- oder Linux-PC am Arbeitsplatz arbeiten oder die Server, egal ob Windows oder Linux, aus der ferne administrieren. Über eine gesicherte Verbindung kann man aus den verfügbaren Servern oder Arbeitsplatzrechnern per Menü auswählen und arbeitet wie gewohnt auf seinem Desktop. 
Möchten Sie erfahren, wie Sie Remote-Technologien für Ihr Unternehmen nutzen können? Senden Sie ein Mail an info@linux-ag.com, wir informieren Sie gern oder lesen Sie mehr unter http://www.linux-ag.com/index.php?page=produkte