Firmenbrief

15.05.2007

Erfolgreiche Backup-Strategie mit CoreBiz


Erfolgreiche Backup-Strategie mit CoreBiz, Teil 1

Wer sich für eine Backup-Strategie entscheiden muss, steht vor einem  Dilemma: Voll-Backups sind besonders einfach wiederherzustellen, benötigen aber viel Zeit und Platz. Beschränkt man sich auf diese Methode, sichert man außerdem einen mehr oder weniger großen Datenanteil redundant, der sich seit dem vorhergehenden Komplett-Backup nicht verändert hat. Differentielle oder inkrementelle Sicherungen produzieren keine unnötigen Mehrfachsicherungen, sind schneller und sparen Plattenplatz - aber das Recovery verlangt mehrere Durchläufe und meistens auch Medienwechsel.

Allerdings lassen sich die Vorteile beider Verfahren durchaus kombinieren, wie CoreBiz Backup beweist. Der Trick beruht auf der Ausnutzung von Hardlinks, also zusätzlicher Verzeichniseinträge, die auf dieselben Inodes verweisen wie eine Datei, aber kaum Plattenplatz benötigen. Das Ganze funktioniert so: Zuerst erstellt man ein initiales, herkömmliches Voll-Backup. Die nächste Sicherung kopiert dann dessen Verzeichnisbaum und ersetzt alle Dateien in diesen Verzeichnissen, die sich seit der vorhergehenden Sicherung nicht geändert haben, durch Hardlinks auf das Vorgänger-Backup. Dateien, die sich geändert haben, kopiert die Software physisch in die neue Verzeichnisstruktur.

Dieses Spiel wiederholt sich bei jedem Durchlauf. Für unveränderte Files übernimmt das Backup die Hardlinks auf das erste Voll-Backup oder die letzte Änderung, alles andere kopiert es. Haben sich gar keine Dateien geändert, besteht die nächste Sicherung nur aus Hardlinks. Änderten sich alle Dateien, produziert sie ein normales Voll-Backup. Die Wahrheit liegt in der Praxis irgendwo dazwischen. Das Verfahren ist um so ökonomischer, je weniger Änderungen sich ergeben und brächte bei einer hohen Änderungsquote kaum noch Vorteile. Auch schwindet der Vorteil, wenn sich zwar nur wenige, dafür aber besonders große Dateien ändern. Dagegen kommt er voll zur Geltung, wenn nur wenige kleine Dateien tatsächlich zu kopieren sind. Die Synchronisation von veränderten Dateien übernimmt das bekannte Utility "rsync". Es werden dabei nur neue beziehungsweise geänderte Datenblöcke einer Datei übertragen, was die Netzwerklast deutlich senkt.

Weil Hardlinks für den Anwender transparent sind, erscheint ihm jede Sicherung wie ein Vollbackup: Sie enthält scheinbar sämtliche Files. Tatsächlich existiert aber jedes File nur ein einziges Mal. Dadurch kann der Verbrauch von Speicherplatz pro Sicherung auf einen Bruchteil reduziert werden. Das Verfahren erlaubt es auch, auf sehr einfache Art und Weise zusätzliche Vollsicherungen auf Band zu machen. Corebiz Backup lässt sich für diese so genannte Disk-to-Disk-to-Tape (D2D2T) Sicherung mit Backupsoftware anderer Hersteller kombinieren.

Im nächsten Linux-Firmenbrief erfahren Sie mehr zu den Grenzen von Hardlinks und Lösungsmöglichkeiten. Mehr zu unseren Produkten aus der CoreBiz-Reihe lesen Sie auch auf unserer Homepage unter
http://www.linux-ag.com/index.php?page=produkte

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