Firmenbrief

18.07.2006

Firmenbrief 06 / 2006


Liebe Leser,

die vielfältigen Varianten von Linux und Open-Source-Software bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, die IT-Aufgaben effizient und preiswert zu lösen. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, als Microsoft vor einigen Jahren deutschlandweit in großformatigen Anzeigen mit "mutierten Pinguinen" versuchte, gerade die Vielfalt von Linux als Nachteil darzustellen.

Bereits damals sorgte diese Anzeigenkampagne bei "Eingeweihten" für Belustigung, denn ein Quasi-Monopolist versuchte offensichtlich vergeblich, die Bevormundung der Anwender durch Monopolstellung bzw. Einheitlichkeit als Vorteil für den Verbraucher umzudeuten. Die Realität holt  den Software-Konzern aus Redmond ein: Mit dem "Open-Document-Format" tritt ein Open-Source-Format den Siegeszug um die Welt an, als neue Grundlage für den Datenaustausch mit Behörden. Die ISO-Zertifizierung hat das Open-Document-Format auch schon erhalten. Microsoft scheitert mit dem hauseigenen Gegenentwurf "Open-XML", denn die Behörden wollen herstellerunabhängige Formate. (Artikel zum Nachlesen: Belgische Regierung entscheidet sich für OpenDocument http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=20230.)

Nun rudert Microsoft hektisch hinterher, um den Zug der Zeit nicht zu verpassen: der "Open-XML-Translator" soll die Lücke schließen, eine Annäherung an Open Document schaffen und MS Office doch noch zukunftstauglich machen. Sogar als Open-Source-Software soll das Programm freigegeben werden - beherrscht Microsoft dann die Quadratur des Kreises? (siehe http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=20282).

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian