LPIC

Das Zertifizierungsprogramm LPIC

 

Für das Betriebssystem Linux gibt es die weltweit anerkannte LPI-Zertifizierung. LPIC steht als Abkürzung für Linux Professional Institute Certification. Das Linux Professinal Institute (LPI) wurde 1999 als gemeinnützige Organisation in Kanada gegründet. Ihr Ziel ist es, eine universelle und weltweit vergleichbare Zertifizierung für Linux-Systemadministratoren zu bieten und die Interessen der Unternehmen und Administratoren in diesem Bereich zu vertreten. Dabei werden die Prüfungsziele und -aufgaben vom LPI entwickelt. Die Prüfungsvorbereitung und die Prüfungen selber werden  von den lizenzierten Mitgliedern des LPI gegen eine Teilnahmegebühr durchgeführt.

Vorteile der LPI-Zertifizierung

Für Unternehmen und Einzelpersonen ergeben sich eine Reihe von Vorteilen durch eine LPI-Zertifizierung. Der einzelne Administrator oder System Engineer erhält einen standardisierten Nachweise seiner Fachkenntnis, die seinen Wert auf dem Arbeitsmarkt steigert. Inzwischen werden in zahlreichen Stellenausschreibungen bereits eine LPIC-1 oder LPIC-2 Zertifizierung vorausgesetzt. Unternehmen wiederum können durch zertifizierte Mitarbeiter ihren Kunden gegenüber transparent nachweisen, dass fundiertes Fachwissen vorhanden ist und für die gemeinsamen Projekte ausgewiesene Linux-Experten am Werk sind. Das ist auch der Grund warum bei der LIS AG die Administratoren nach LPI zertifiziert sind.

LPIC-1

Frage zum Lernziel 103.3: Grundlegende Dateiverwaltung *
Welche Dateien werden normalerweise durch rm ?* gelöscht?

Momentan gibt es drei Stufen der LPI-Zertifizierung. Für das Zertifikat LPIC-1 (Junior Level Linux Professional) müssen die Prüfungen 101 und 102 bestanden werden. Jede der beiden Prüfungen besteht aus 60 Fragen, für deren Beantwortung man jeweils 90 Minuten Zeit hat. Hat man beide Prüfungen bestanden erhält man das LPIC-1 Zertifikat. Inhalt der Prüfungen sind das Basiswissen über das Administrieren und Arbeiten mit Linux wie zum Beispiel den Bootvorgang verstehen, Partitionierung von Festplatten, Prozessmanagement, Dateirechte, Shell-Skripte, Benutzermanagement, Netzwerkkonfiguration und vieles mehr. Eine komplette Aufstellung der Lernziele für die Prüfungen 101 und 102 finden sich auf der deutschen Homepage des LPI Central Europe [1]

LPIC-2 und LPIC-3

Frage zum Lernziel 212.3: Secure shell (SSH)**
Wie kann ein Schlüsselpaar für die PublicKey-Authentifizierung erstellt werden?

Das Zertifikat LPIC-2 (Advanced Level Linux Professional) richtet sich an fortgeschrittene Linux-Administratoren. Themenschwerpunkte sind Kernelkomponenten zu Hardware, Systemressourcen und -Anforderungen, Dateisystem und Devices, Netzwerkkonfiguration und die Systemverwaltung des DNS-Servers. Auch LPIC-2 besteht aus zwei getrennten Prüfungen 201 und 202 mit jeweils 60 Fragen. Das LPIC-2 Zertifikat kann man nur erhalten, wenn man bereits über ein LPIC-1 Zertifikat verfügt.
Seit 2007 gibt es auch noch ein LPIC-3 Zertifikat (Senior Level Linux Professional). Es besteht anders als die beiden ersten Stufen aus einer Basis-Prüfung (301) und fünf Spezialisierungsprüfungen (302-306). Die Anforderungen bei diesen Prüfungen sind sehr hoch und es gibt bisher nur wenige Administratoren, die diese Zertifizierung erhalten haben.

Vorbereitung auf die Prüfung

Grundsätzlich gibt es vom LPI keine Vorschriften wie man sich auf eine LPIC-Prüfung vorbereitet. Das ist auch der Grund, warum es keine offiziellen Lernmaterialien oder Pflichtkurse des LPI gibt. Lediglich die Inhalte der jeweiligen Prüfungen werden als  Prüfungsziele herausgegeben und können als Grundlage für die eigene Vorbereitung genutzt werden.
Das LPI hat aber sogenannte Approved Training Partners (ATP), also Schulungsunternehmen, die vom LPI geprüfte Vorbereitungskurse anbieten. Diese Seminare werden in zahlreichen Städten angeboten und können als Abendkurse oder mehrtägiges Blockseminar strukturiert sein. Seit einigen Jahren gibt es auch Online-Seminare zur Vorbereitung, wie beispielsweise die Linux-Magazin Academy [2]. Dort kann man sich zeitlich unabhängig und individuell auf die Prüfungen vorbereiten. Kunden der LIS AG erhalten dort einen Rabatt von 50 Prozent auf die Vorbereitungskurse zu den LPI-Zertifikaten. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von Lernmaterialien im Buchhandel oder Internet.

LPIC bei der LIS AG

Auch die Administratoren der LIS AG sind nach LPIC zertifiziert. Sogar einer der wenigen LPIC-3 zertifizierten Experten arbeitet bei der LIS AG in München. Für die Kunden bedeutet das, zusätzlich zur jahrelangen Erfahrung der Mitarbeiter, eine transparente und nachprüfbare Qualifikation der Administratoren, die mit den Kundenprojekten betraut sind.

Vergünstigte LPIC Online-Kurse für Kunden der LIS AG

Kunden der LIS AG können sich für einen vergünstigten Zugang zu den LPI-Kursen der Linux-Magazin Academy direkt per E-Mail an info@linux-ag.com wenden. Wir kümmern uns dann um die nötigen Formalitäten so dass Ihre Administratoren schnellstmöglich die Vorteile dieser Online-Schulungen nutzen können.


[1] Homepage des LPI Central Europe
[2] Die Linux-Magazin Academy


Antworten:
* Alle Dateien im aktuellen Verzeichnis, die nicht mit einem . anfangen.
** # ssh-keygen -t rsa 1024