Ubuntu

Schlank, schnell, sicher - Die Ubuntu Server-Edition

 

Ubuntu hat sich in den Jahren seit seiner Gründung 2004 eine solch große Popularität erarbeitet, dass der Markenname im Volksmund zum Teil schon mit Linux generell gleichgesetzt wird. Das hat zum großen Teil damit zu tun, dass hinter dem Ubuntu-Projekt der südafrikanische Unternehmer und Multimillionär Mark Shuttleworth steckt. Er finanziert über sein Unternehmen Canonical die meisten der 40 Hauptberuflichen Ubuntu-Entwickler, ein professionelles Marketing und kommerziellen Support für die Ubuntu-Software. Diese finanzielle Unterstützung begründet aber nicht allein die Erfolgsgeschichte von Ubuntu. Vor allem die konsequente Fokussierung auf die Benutzerfreundlichkeit des Systems haben Ubuntu zur bekanntesten und meistgenutzten Linux-Distribution gemacht [1]. Die neuste Version Ubuntu 11.04 "Natty Narwhal" wird am 28. April 2011 released.

Die Ubuntu Server-Edition

Die Server-Edition von Ubuntu basiert zwar auf dem gleichen Kern wie die Desktop-Variante, unterscheidet sich jedoch grundlegend von dieser. Sie ist deutlich kleiner in der Installation und ist bereits in der Standardinstallation mit den wichtigsten Server-Tools vorkonfiguriert. Dies sind unter anderem der sogenannte LAMP Stack (Apache, MySQL und PHP), ein Mail-Server, DNS und noch vieles mehr. Mit dem Ubuntu-Paketmanagement lässt sich bequem und einfach neue Software installieren. Ein großer Vorteil der Ubuntu Server-Edition ist auch der lange Support. Für die LTS-Versionen (Long Term Support) stellt Ubuntu fünf Jahre lang aktuelle Sicherheits- und Software-Patches zur Verfügung.

Virtualisierungsunterstützung wird seit der LTS Version 8.04 mit KVM bereits im Kernel bereit gestellt. Zusätzlich ist die Server-Edition mit zahlreichen Virtualisierungs-Tools und Software ausgestattet um virtuelle Instanzen auf dem Server zu installieren und verwalten.

Leichter Einstieg in Ubuntu

Ubuntu hat sich bereits früh mit den Anforderungen in einem Unternehmens-Umfeld auseinandergesetzt, die Distributionsarchitektur danach ausgerichtet und spezielle Tools und Programme entwickelt, die eine Integration in bestehende IT-Infrastrukturen erleichtern. Mit Canonical wurde als Basis von Ubuntu eine Firma gegründet, die eine Vielzahl an kommerziellen Services und Support-Varianten für Firmenkunden anbietet. Das Fehlen eines kommerziellen und verlässlichen Supports war in der Vergangenheit ein Hauptkritikpunkt proprietärer Software-Hersteller an den freien Linux-Distributionen gewesen.

Um die Migration von einer Microsoft Windows Umgebung hin zu Ubuntu-Servern zu erleichtern, wurde bei Ubuntu großer Wert darauf gelegt, dass sich Ubuntu-Installationen problemlos in bestehende Windows-Umgebungen integrieren lassen und deren gemeinsame Infrastruktur nutzen können. Für die Authentifizierung innerhalb einer Windows Active Directory Domäne nutzt Ubuntu die Software Likewise Open. Mit Likewise können Ubuntu-Serve die bestehenden Active Directory Policies nutzen, um sich in einer Windows Domäne anzumelden. Das gilt auch für Gruppen Policies. So lassen sich beispielsweise zahlreiche Systemeinstellungen unter Ubuntu zentral verwalten, so wie man es auch aus einer Windows-Umgebung gewohnt ist.

Einfaches System Management

Bei vielen IT-Administratoren besteht die Befürchtung, dass durch die Einführung eines Open-Source Betriebssystems der manuelle Administrationsaufwand erheblich ansteigt. Das ist in aller Regel nicht der Fall. Gerade Ubuntu verfügt über ein mächtiges System Management Tool, mit denen auch eine große Anzahl an Ubuntu-Servern einfach konfiguriert und administriert werden können. Mit Landscape, von Canonical entwickelt, werden über ein einzelnes web-basiertes Interface Konfigurationseinstellungen vorgenommen, Paket-Updates geplant und eingespielt, Systeminformationen überwacht, Backups gemacht, Services gestoppt oder gestartet und noch vieles mehr.

Täglich wiederkehrende Administrationsaufgaben lassen sich in Landscape durch Skripte automatisieren. Geplante Updates können systemweit auf allen Servern eingespielt werden. Durch die umfangreichen Monitor-Funktionen von Landscape sind Administratoren in der Lage, mögliche Probleme bereits zu erkennen, bevor sie auftreten und die Produktivität der Mitarbeiter beeinflussen. Auch die Sicherheitseinstellungen der einzelnen Ubuntu-Installationen lassen sich mit Landscape verwalten. So können einzelnen Benutzern wenn nötig für ihre Arbeit zusätzliche Rechte auf dem Server eingeräumt werden.

Sicherheit

Besonders in Unternehmen spielt das Thema Sicherheit der Server-Software eine große Rolle. Bei proprietären Produkten sind zusätzlich zum eigentlichen Betriebssystem noch teure Lizenzen für Antivirus-, Antispam oder Firewall-Software notwendig. Ubuntu enthält bereits professionelle Sicherheitstools wie AppArmor oder PolicyKit. Antivirus-Software wird bei Linux-Distributionen allgemein - und bei Ubuntu im Besonderen - nicht benötigt, ist Linux doch immun gegen die Millionen von Viren und Malware die für Microsoft Windows Software geschrieben wurden. Mit AppArmor können für jedes einzelne Programm unter Ubuntu eigene Sicherheits-Profile angelegt werden, die genau regeln, was das spezielle Programm darf und was nicht.

Ubuntu bei der Linux Information Systems AG (LIS AG)

Aufgrund seiner vielen Vorteile ist Ubuntu auch die Basis für die CoreBiz Produkte der LIS AG [2]. Der hohe Grad an Sicherheit und der lange Supportzeitraum mit Updates und Patches bei der Ubuntu Server-Edition, bilden die Grundlage für eine stabiles und verlässliches Server-Betriebssystem. Hinzu kommt die historische Verbindung der LIS AG zu debian-basierten Betriebssystemen, wurden doch frühe Versionen des CoreBiz Base Server mit Debian als Grundlage entwickelt. Ein weiterer Vorteil der Ubuntu Server-Edition kommt auch bei der LIS AG zum Einsatz, die Möglichkeit eigene Paket-Repositories zu bilden, aus denen dann die Server der Kunden mit Patches und Updates versorgt werden. Durch die halbjährlichen Release-Zyklen steht mit Ubuntu bei Bedarf auch ein technisch aktuelles Betriebssystem zu Verfügung, dass auch neueste Hardware und Technologien unterstützt.

[1] Linux Distributions - Facts and Figures (Stand April 2011)


[2] Weitere Informationen zu den CoreBiz Produkten der LIS AG