Alles unter einem Dach - Zentrale Verwaltung der IT-Infrastruktur mit einer Management-Console

 

Vor allem im kommerziellen Software-Bereich sind die sogenannten Management-Consolen fest etabliert. So hat Microsoft seit 1997 in NT 4.0 seine Microsoft Management Console (MMC) im Angebot und diese stetig ausgebaut. Wie auch bei allen anderen Management-Consolen stellt die MMC eine grafische Oberfläche für die Konfiguration verschiedener Dienste, Geräte, oder Datenträger zur Verfügung, führt selbst aber keine Verwaltungsaufgaben aus. Die einzelnen Verwaltungsprogramme, sogenannte Snap-ins, sind in der Management-Console zusammengefasst und lassen sich darüber zentral konfigurieren.

Management-Console für Open-Source-Produkte

Im Open-Source-Bereich ist die Erstellung einer zentralen Management-Console ungleich schwerer. Die einzelnen Software-Projekte wie zum Beispiel Apache, Samba, Nagios, Kolab oder Asterisk haben keine gemeinsame Sprache oder Konvention für die Erstellung ihrer Konfigurationsdateien. Mal sind es XML-Dateien, einfache ASCII-Textdateien oder die Konfiguration liegt in einer eigenen Datenbank. Auch die verwendeten Programmiersprachen sind vielfältig. Grafische Konfigurations-Oberflächen gibt es daher in diesem Bereich nur für die einzelnen Projekte selbst, eine Management-Console ist wenn überhaupt nur für Teilbereiche der IT-Infrastruktur vorhanden. Bis auf eine Ausnahme.

Die CoreBiz Management Console (CMC)

Über die Management-Console der CoreBiz Produktreihe lassen sich alle Komponenten zentral über eine grafische Oberfläche konfigurieren. Sei es die Backup-Lösung, die Groupware, der Virtual Server oder die VoIP-Anlage: Alle Systeme sind über die CMC steuerbar. Die Konfigurationseinstellungen der CMC werden als zentraler Master über das CoreBiz Directory in OpenLDAP verwaltet. Werden in der CMC Änderungen an der Konfiguration eines CoreBiz-Produktes vorgenommen, kommen diese zunächst in die zentrale Master-Konfiguration. Von dort werden sie dann mit Hilfe eines Agents in die Konfigurationsdateien der einzelnen Produkte übertragen. Dieser Agent setzt die zentrale Konfigurationseinstellung in den Konfigurationsdateien um. Gleichzeitig werden manuell vogrenommene Änderungen berücksichtigt. So wird sicher gestellt, dass die Konfiguration der Systeme immer konsistent zu den in der CMC eingestellten Parametern bleibt.

 

Alle Produkte der CoreBiz Familie lassen sich über die CMC konfigurieren

Beispiele zur Verwaltung mit der CMC

Ein großer Vorteil der CoreBiz Managment Console ist, dass die Konfigurationsparameter für die einzelnen Produkte zentral im CoreBiz Directory gespeichert werden. So wird beispielsweise die Konfiguration und Administration von einzelnen Instanzen der CoreBiz Virtual Server Base, also den sogenannten virtuellen Maschinen vereinfacht. Das zeigt sich vor allem in einem Cluster-Szenario wenn virtuelle Maschinen auf mehreren Virtualisierungs-Hosts aus Gründen der Ausfallsicherheit betrieben werden sollen. Beim Erzeugen einer virtuellen Maschine übernimmt die CMC im Hintergrund die nötigen Schritte, wie das Erzeugen der notwendigen DRBD Devices und Logical Volumes (LVM) auf den zuständigen VSBs und das Eintragen in die Cluster Information Base.

Die CMC-Oberfläche für die Steuerung der virtuellen Maschinen


Auch die VoIP-Telefonanlage kann über die CMC mit einer grafischen Oberfläche komfortabel konfiguriert werden. In einer Übersichtsdarstellung des Wählplanes (Dialplan) werden alle zugewiesenen Rufnummern/Extensions (SIP- und IAX-Telefone, Sammelanschlüsse und Kurzwahlen) in einer Tabelle übersichtlich dargestellt. Auch die grundlegende Konfiguration der VoIP-Anlage kann über die CMC vorgenommen werden: Ein eigenes Interface liest alle internen Konfigurationsparameter aus dem CoreBiz Directory und stellt diese in einer Baumansicht dar, die nach Konfigurationsdatei und Kategorie sortiert ist.

 

Alle Informationen zu CoreBiz VoIP lassen sich über die CMC anzeigen und konfigurieren


Nicht nur die einzelnen Software-Produkte der CoreBiz-Reihe lassen sich mit der CMC konfigurieren. Auch das User-, Gruppen- und Client-Management der gesamten  Firma kann mit der Management Console administriert werden. Informationen zu einzelnen Benutzern wie Name, User-ID, Gruppenzugehörigkeit, Home-Verzeichnis oder Login-Shell können eingestellt oder verändert werden ebenso wie alle relevanten Parameter der Gruppenverwaltung. Die Adminstrationsmöglichkeiten einzelner Clients reicht von Sicherheitseinstellungen über Software-Updates bis zur kompletten Neuinstallation. Die Installation eines neuen Arbeitsplatzes erfolgt mittels PXE-Boot, mit Registrierung im LDAP und Übertragung aller relevanten Systemdaten in die CMC. Vordefinierte Profile können zugewiesen und automatisiert werden.


Der Computer-Manager in der CMC