Dieses Handbuch wird mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Hetze auf den Servern der Linux Information Systems AG gehosted.

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Subsections


nice

   

Funktion:

nice läßt ein Programm mit veränderter Priorität laufen

Syntax:

nice [-n Nettigkeit] [-Nettigkeit] [-adjustment=Nettigkeit] [Kommando [Argument ...]]

Beschreibung:

In einem Multitasking Betriebssystem wie Linux muß die Prozessorzeit auf verschiedene Prozesse verteilt werden. Dazu gibt es einen `Scheduler' der dafür sorgt,  daß die Prozessorzeit möglichst optimal zugeteilt wird. Prozesse, die auf das Ergebnis eines anderen Prozesses, ein Interrupt oder ein Signal warten, können beispielsweise so lange `schlafen', bis das erwartete Ereignis eingetreten ist. Der Kernel weckt die schlafenden Prozesse dann auf und teilt ihnen wieder Prozessorzeit zu. Trotzdem gibt es natürlich in der Regel mehr als einen lauffähigen Prozeß. Und der Scheduler muß nach bestimmten Regeln den lauffähigen Prozessen Rechenzeit zuteilen. Dabei benutzt er unter anderem den nice-Wert. Will ein Anwender nice, das heißt nett, zu den anderen Benutzern des Systems sein, startet er die Prozesse, die ruhig etwas länger dauern dürfen mit, dem nice-Kommando. Ein negatives nice ist nur der Superuserin erlaubt.

Wenn kein Wert angegeben ist, wird die Nettigkeit um 10 Punkte erhöht. Die maximale Nettigkeit ist 19 Punkte. Nach unten kann die Superuserin ihre Nettigkeit bis -20 abkühlen.

Optionen:

-n Wert
-Wert
setzt nice auf Wert

Siehe auch:

nohup

Autor:

David MacKenzie


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Das Linux Anwenderhandbuch
(C) 1997 LunetIX