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Die temporären Dateien im Verzeichnis ./tmp

Im Verzeichnis /tmp werden von einigen Programmen temporäre Dateien zur Zwischenspeicherung von Laufzeitdaten angelegt. Zum Erzeugen einer Datei in diesem Verzeichnis braucht ein Prozeß keine besonderen Rechte. Das Löschen von Dateien ist nur den Prozessen des Dateieigentümers erlaubt, wenn das Stickybit für das /tmp Verzeichnis gesetzt ist.

Weil in /tmp Dateien unvorhersehbarer Größe zu unberechenbaren Zeitpunkten erzeugt werden und um die übermäßige Fragmentierung der Rootpartition zu verhindern, wird das Verzeichnis /tmp normalerweise nicht im Rootfilesystem angesiedelt. Zur ,,Umsiedlung`` gibt es verschiedene Möglichkeiten: zum Beispiel kann anstelle eines echten Verzeichnisses ein symbolischer Link auf das Verzeichnis /var/tmp angelegt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine eigene Partition oder auch eine RAM-Disk auf dieses Verzeichnis aufzusetzen.

Der temporäre Charakter der Daten im /tmp-Verzeichnis wird dadurch unterstrichen, daß der Inhalt dieses Verzeichnisses in beliebigen Abständen, beispielsweise bei jedem Systemstart, gelöscht wird.

Das Verzeichnis /usr/tmp existiert zur Kompatibilität mit traditionsbewußten, alten Programmen und ist in der Regel ein Link auf /var/tmp. Letzteres ist das auf einer Festplatte beheimatete Standardverzeichnis für alle temporären Daten des lokalen Systems.


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Das Linux Anwenderhandbuch
(C) 1997 LunetIX