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Dateisysteme

  

Für die Leistungsfähigkeit eines Betriebssystems ist die Verwaltung der Massenspeicher von großer Bedeutung. Massenspeicher, das sind vor allem Festplatten und Disketten, neuerdings aber auch zunehmend CD-ROMs.

Auf unterster Ebene sind diese Medien in Speicherblöcke einheitlicher Größe unterteilt. Um auf Dateien unterschiedlicher Größe einzeln zugreifen zu können, ist eine weitere Strukturierung des Mediums notwendig. Die Organisation der Dateien in Verzeichnissen ist auf der Benutzerebene so verbreitet, daß sie selbstverständlich erscheint. Trotzdem gibt es bei der internen Realisierung dieser Struktur enorme Unterschiede.

Bei Linux treten diese Unterschiede in einer Vielfalt auf, die man fast schon als Wildwuchs bezeichnen möchte. Es gibt mindestens vier eigene reguläre Linux-Dateisysteme; dazu kommen mehrere von anderen Architekturen übernommene Dateisysteme und ein Pseudodateisystem ohne dauerhaftes Medium (das Prozeßdateisystem).

Vor der Entscheidung für oder gegen die Installation eines der angebotenen Dateisysteme auf der Festplatte oder einer Diskette muß sich die Systemverwalterin zuerst einen Überblick verschaffen. Es ist Ziel dieses Kapitels, die dazu notwendigen Begriffe zu bilden und die Zusammenhänge zu veranschaulichen. Dazu werden zuerst anhand des von MINIX übernommenen Dateisystems die grundsätzlichen Funktionen beschrieben. Danach werden die wichtigsten Komponenten der regulären Linux-Dateisysteme dargestellt. Zum Abschluß werden noch kurz die zusätzlichen Dateisystem-Varianten für Linux beschrieben. Diese Beschreibungen sollen Ihnen einen Eindruck vermitteln, welche Möglichkeiten das Dateisystem-Konzept von Linux bietet. Eine ausführliche Erklärung aller Details finden Sie nicht hier, sondern in den verschiedenen Dokumenten zu den jeweiligen Source-Paketen.



 
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Das Linux Anwenderhandbuch
(C) 1997 LunetIX