Dieses Handbuch wird mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Hetze auf den Servern der Linux Information Systems AG gehosted.

next up previous contents index
Next: fsck.xiafs (xfsck) Up: Die Kommandos für root Previous: fsck.ext2 (e2fsck)

Subsections


fsck.minix (fsck)

    

Funktion:

fsck.minix prüft die Konsistenz eines Minix-Dateisystems

Syntax:

fsck.minix [-larvsm] Gerätedatei

Beschreibung:

fsck.minix überprüft ein Minix-Dateisystem auf Blöcke, die belegt, aber keiner Datei zugeordnet sind, und auf korrekte Vernetzung der Inodes. Wenn ein Fehler festgestellt wird, kann er mit fsck.minix auch repariert werden.

Fehler im Dateisystem entstehen leicht durch unkontrolliertes Abschalten des Rechners. Dabei gehen die letzten Veränderungen des Dateisystems verloren, die aus dem Speicher nur bei einem sync auf die Festplatte geschrieben werden.

fsck.minix kann die Integrität des Dateisystems meistens wiederherstellen, allerdings gehen dabei die Daten der betroffenen Dateien verloren. Damit die Veränderungen am Dateisystem auch tatsächlich wirksam werden, darf fsck.minix mit den Optionen -a und -r nur auf abgesetzte Dateisysteme angewandt werden. Anderenfalls würden die reparierten Strukturen bei der nächsten Synchronisierung wieder durch die defekten aus dem Blockdepot im Arbeitsspeicher ersetzt werden.

Das fsck.minix-Programm gibt einige Informationen über den Zustand des Dateisystems als Exit-Status an das aufrufende Programm zurück:

0
Kein Fehler im Dateisystem gefunden.
3
Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert. Das System sollte rebootet werden, wenn das Dateisystem aufgesetzt war.
4
Fehler im Dateisystem gefunden und unkorrigiert gelassen.
8
Fehler bei der Programmausführung aufgetreten.
16
Falsche Benutzung (Fehler in der Kommandozeile?).

Mit diesen Statuswerten können beispielsweise in einem Shellscript die weiteren Programmschritte gesteuert werden.

Optionen:

-l
(list) zeigt die Dateien und Verzeichnisse auf dem Device (Partition einer Festplatte oder Diskette)
-a
(automatic) repariert alle gefundenen Fehler automatisch
-r
(repair) repariert gefundene Fehler einzeln nach Rückfrage
-v
(verbose) gibt Information über das Dateisystem aus
-s
(superblock) zeigt den Superblock des Dateisystems
-m
(mode) gibt ,,Mode not cleared``-Warnungen aus, wozu auch immer

Autor:

Linus Torvalds


next up previous contents index
Next: fsck.xiafs (xfsck) Up: Die Kommandos für root Previous: fsck.ext2 (e2fsck)

Das Linux Anwenderhandbuch
(C) 1997 LunetIX