Dieses Handbuch wird mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Hetze auf den Servern der Linux Information Systems AG gehosted.

next up previous contents index
Next: fsck.minix (fsck) Up: Die Kommandos für root Previous: fsck (Front-End)

Subsections


fsck.ext2 (e2fsck)

       

Funktion:

e2fsck überprüft und repariert ein ext2-Dateisystem

Syntax:

e2fsck [-pacnyrdfvtFV] [-b Nummer] [-B Größe] [-l Datei] Gerätedatei

Beschreibung:

e2fsck ist das Wartungsprogramm für Extended-2-Dateisysteme. Es prüft die Konsistenz des Dateisystems und repariert Fehler.   Für die Zusammenarbeit mit dem neuen fsck-Front-End muß das Programm unter dem Namen fsck.ext2 installiert sein.[*] In der Kommandobeschreibung steht e2fsck synonym für fsck.ext2.

Die Gerätedatei gibt die Partition an, auf der das Dateisystem geprüft werden soll. Wenn diese Partition kein ext2fs enthält, bricht das Kommando automatisch ab.

Wenn das valid-Flag der ext2fs-Partition gesetzt ist, wird das Dateisystem normalerweise nicht geprüft (Siehe valid-Flag).

Dateien, deren Inodes in keinem Verzeichnis eingetragen sind, werden von e2fsck im Verzeichnis lost+found  mit der Inode-Nummer eingetragen und können so ,,gerettet`` werden.[*]

Um die Zusammenarbeit mit anderen Programmen zu erleichtern, gibt e2fsck über den Exit-Status verschiedene Informationen weiter:

0
Kein Fehler im Dateisystem gefunden.
1
Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert.
2
Schwerwiegende Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert. das System sollte rebootet werden, wenn das Dateisystem aufgesetzt war.
4
Fehler im Dateisystem gefunden und unkorrigiert gelassen.
8
Fehler bei der Programmausführung aufgetreten.
16
Falsche Benutzung (Fehler in der Kommandozeile?).
128
Fehler in den Shared-Libraries.

Diese Fehlercodes können beispielsweise in einem Shellscript abgefragt werden, um damit den weiteren Ablauf des Programms zu bestimmen.

Optionen:

-a
(automatic) repariert alle gefundenen Fehler automatisch; diese Option ist durch -p ersetzt worden und daher obsolet
-b Nummer
liest den Superblock aus dem mit der Nummer bezeichneten Partitionsblock

-B Größe
gibt die Größe einer Blockgruppe zwischen zwei Kopien des Superblocks an; beim ext2fs werden Sicherungskopien des Superblocks normalerweise alle 8192 Blöcke angelegt
-l Datei
liest die Liste schlechter Blöcke (bad blocks) aus der angegebenen Datei, diese Blöcke werden automatisch als benutzt markiert
-c
(check) durchsucht das Dateisystem nach schlechten Blöcken
-d
(debug) gibt zusätzliche Information über den Status des Programms auf die Standardfehlerausgabe
-f
(force) erzwingt die Überprüfung eines Dateisystems, auch wenn das valid-Flag gesetzt ist (Siehe valid-Flag)
-n
(no) veranlaßt e2fsck, das Dateisystem nur zum Lesen zu öffnen und alle Fragen eines interaktiven Laufs zu verneinen
-p
(preen) veranlaßt die automatische Reparatur aller gefunden Fehler ohne interaktive Aktion
-r
diese Option ist wirkungslos und nur zur Kompatibilität mit älteren Versionen vorhanden
-t
(time) gibt statistische Information über die Performance des Programms aus
-v
(verbose) gibt Information über den Status des Programms und über das Dateisystem aus
-V
(Version) zeigt die Versionsnummer des Programms an
-y
(yes) veranlaßt e2fsck, alle Fragen eines interaktiven Laufs automatisch zu bejahen.

Siehe auch:

mkfs.ext2, fsck

Autor:

Remy Card, Linus Torvalds und Wayne Davidson

  


next up previous contents index
Next: fsck.minix (fsck) Up: Die Kommandos für root Previous: fsck (Front-End)

Das Linux Anwenderhandbuch
(C) 1997 LunetIX